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Stand: 28.12.2016

Pressemitteilung

25 Jahre Familienzentrum Bernhard Itzel: Schauen, was Kinder und Eltern brauchen

Einige Frauen mit Kinderwagen und Kindern im GesprächEin intensiver Kontakt zwischen Eltern und Erzieherinnen wird im Familienzentrum Bernhard Itzel gepflegt: (v. l.) Christine Foschini, Andrea Jedlitschka und Petra Tatsch (2. v. .r.) im Gespräch mit Müttern. Caritasverband Gießen

"Die Eltern schätzen bei uns das gute Miteinander und die Willkommenskultur", sagt Leiterin Petra Tatsch.

Vieles hat sich in den 25 Jahren verändert, erzählt Andrea Jedlitschka, die von Anfang an als Erzieherin dabei war. Aber damals wie heute versuche die Einrichtung des Caritasverbandes Gießen e.V., ihr Angebot an die jeweiligen Bedürfnisse der Familien anzupassen. "Wir schauen, was gebraucht wird", sagt Petra Tatsch. War es 1992 eher die Ausnahme, dass Kinder ganztags die Kita besuchten, ist dies inzwischen bei zwei Dritteln der Fall. "Heute arbeiten sehr oft Vater und Mutter oder die Kinder leben bei nur einem Elternteil", sagt Christine Foschini, die ebenfalls schon fast 25 Jahre in der Kita arbeitet.

Die Kita, die nach dem ersten Caritasdirektor Monsignore Bernhard Itzel benannt ist, bot schon zu Beginn eine Krabbelgruppe für zehn Kinder ab dem zweiten Lebensjahr an - damals noch etwas Besonderes. Auch hier stieg der Bedarf. So gibt es seit 2008 eine zweite Krabbelgruppe in der Nordstadt mit ebenfalls zehn Plätzen. Für die Drei- bis Sechsjährigen hat das Familienzentrum heute 75 Plätze. "Vor allem beim Ganztagsangebot platzen wir aus allen Nähten", erzählt Petra Tatsch.

Plakat mit Sonnenblumen- und Kinderhandmotiven und der Aufschrift '25 Jahre Bernhard Itzel'Gemeinsam fertigten Kinder und Erzieherinnen das Plakat zum Jubiläum.Foto: Caritasverband Gießen

Anders als im oft durchgetakteten Familienzeitplan versuche die Kita, den Kindern viel Zeit zum Spielen zu lassen, so Tatsch. "Trotzdem sind wir ein Lern- und Bildungsort."

Zu Beginn wohnten die Kinder vor allem im Sandfeld. Heute kommen auch viele Nordstadt-Kinder und ein gutes Miteinander zwischen Kindern und Eltern der beiden Stadtteile ist ganz selbstverständlich, sagt die Kita-Leiterin.

Dazu trug auch bei, dass aus der Kita 2011 ein "Familienzentrum" wurde. Es geht heute nicht mehr nur um die Kinder, sondern auch verstärkt um ihre Eltern und ihr Umfeld. Die Eltern sollen bei der Erziehung unterstützt werden und können die Kita als Begegnungsort nutzen. Die Einrichtung bietet offene Sprechstunden der Erziehungsberatung an, veranstaltet neben Elternabenden auch Gesprächskreise zu Erziehungsfragen und unterstützt die Eltern mit Einzelgesprächen und Kontakten zu Beratungsstellen. Ein beliebter Treffpunkt ist ein Turnangebot für Kinder unter drei Jahren. Der Blick geht aber auch über die Familien hinaus in die beiden Stadtviertel. Mit der benachbarten Grundschule, anderen Kitas, Sportvereinen, dem Nordstadtzentrum, dem Kinderschutzbund, der evangelischen Familien-Bildungsstätte und mit den anderen katholischen Kindertagesstätten in Gießen gibt es eine gute Netzwerkarbeit - alles gemeinsam mit einem "sehr engagierten Elternbeirat und Förderverein", berichtet Tatsch.

Zum Tag der Begegnung lädt das Familienzentrum Kinder, Eltern, ehemaligen Mitarbeiterinnen, Freunde der Kita, Kooperationspartner und alle Interessierten am 1. September von 15 bis 18 Uhr herzlich in die Kita in der Mildred-Harnack-Straße 21 ein.