„Ich kann mich hier weiterentwickeln“

Bei der Berufsbezeichnung "Facility Manager" denken viele erstmal an einen Hausmeister. Ist das Ihr Job bei der Caritas?
Nein. Ein Facility Manager kümmert sich hauptsächlich um das strategische Gebäudemanagement eines Unternehmens. Dazu gehören Budgetplanung mit Energie-, Instandhaltungs- und Modernisierungskosten, Mietverwaltung, Steuerung externer Dienstleister und Wahrnehmung der Betreiberpflichten. Das mache ich für alle unsere rund 40 Gebäude.
Das klingt sehr komplex…
Das ist ja das Interessante. Ich will Lösungen finden für diese komplexen Fragestellungen. Die Caritas ist dabei meine Chance, weil ich mich in meinem Bereich weiterentwickeln kann, und sie ist offen für neue Wege.
Was heißt das konkret?
Facility Management ist für Wohlfahrtsverbände wie die Caritas sehr wichtig: In den letzten Jahren ist der Anteil der Gebäude- und Energiekosten an den Gesamtausgaben deutlich gestiegen. Wenn die Gebäude vorausschauend gemanagt sind, stellen wir uns zukunftssicher auf.
Als ich im September 2023 hier angefangen habe, hat man mir gesagt, du hast Gestaltungsspielraum. Und das stimmt: Meine Vorgesetzten und der Vorstand sind offen, sie hören zu und wir reden über meine Vorschläge. Eine Kernaufgabe ist, die Gebäude nach ihrer Nutzung zu bewerten. Da machen je nach Gebäude unterschiedliche Dinge Sinn. In einer Kita, die ab dem späten Nachmittag menschenleer ist, muss zum Beispiel ein anderes Wärme- und Energiekonzept her als in einem Pflegeheim mit 24-Stunden-Betrieb.
Für die Caritas stehen Menschen im Mittelpunkt der Arbeit. Gilt das auch für Sie im Facility Management?
Auf jeden Fall. Ich hatte früher schon viel mit sozialem Wohnungsbau zu tun. Hier habe ich noch einmal mehr die Möglichkeit, für Menschen zu arbeiten, die es auf dem freien Wohnungsmarkt sehr schwer haben. Das gibt meiner Arbeit einen tieferen Sinn. Außerdem kann ich auch Teilhabe ermöglichen, wenn wir zum Beispiel Wohnungen für Menschen mit Behinderung barrierefrei machen.