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Stand: 26.09.2017

Pressemitteilung

Abstrakte Malerei im Alter

Junge Frauen und alte Menschen vor roten BildernGabriele Hüllstrunk (r.), die Studentinnen und einige der malenden Bewohner von Maria Frieden präsentierten gemeinsam die Ergebnisse des Kunstprojekts. Quelle: Caritasverband Gießen

Gabriele Hüllstrunk, Studienrätin im Hochschuldienst am Institut für Kunstpädagogik, wollte im Rahmen eines Seminars für Kunstdidaktik den zukünftigen Kunstpädagoginnen praktische Erfahrung einmal außerhalb der Schulen ermöglichen. Sie wollte vermitteln, dass auch in der Kunstpädagogik "das Kerngeschäft der Mensch bleibt". Celine Dietz, eine der Studentinnen, gestand dann auch bei der Ausstellungseröffnung, dass sie die erlernte Theorie zum Thema Didaktik bei der Arbeit mit den Senioren "ganz schnell über Bord geworfen" habe. Nicht nur die Senioren machten in der Zusammenarbeit mit den jungen Frauen neue Erfahrungen, auch die Studentinnen Sandra Heidenreich, Lisa Kellner und Celine Dietz waren dankbar für manche Lebensgeschichte, die ihnen erzählt wurde, und erstaunt, wie kreativ die alten Menschen im Kurs waren. "Das sind ernstzunehmende Kreativschaffende."

Malereien in rot.Rote Farben dominieren die Malereien der Bewohner, die im Kunstprojekt entstanden.Quelle: Caritasverband Gießen

Drei Vormittage hatten sie mit den sechs Damen und einem Herrn in Maria Frieden gearbeitet, die mit verschiedenen Materialien wie Acryl-, Finger-, Stoff- und Wasserfarben Malereien, Collagen und Zeichnungen erstellten. "Das waren schöne Stunden", erzählt die 80-jährige Ingeborg Klein. Sie habe das letzte Mal in der Schulzeit gemalt. Aber in diesem Projekt traute sie sich wieder an Pinsel und Farbe mit und ohne Vorlagen. "Das hat Spaß gemacht!"

Christian Jung, Leiter des Caritashauses, und Britta Nies, Leiterin des Sozialdienstes, bedankten sich bei den Studentinnen und Gabriele Hüllstrunk für die Aktion. "Es ist toll, was dabei herausgekommen ist." Viele rote Malereien, etliche davon abstrakt, manche auch gegenständlich mit Landschaften, Äpfeln oder einer roten Sonnenblume und einige in Rot gestaltete Spiegelrahmen sind nun in der Begegnungsstätte von Maria Frieden zu sehen. Einzelne Bilder der Ausstellung sollen für einen guten Zweck verkauft werden.

Das Projekt wird weiterlaufen - mit neuen Studierenden. Dafür bittet das Caritashaus Maria Frieden um Sachspenden. Spender können sich an die Leitung des Sozialdienstes Britta Nies, Telefon 0641 92233-29, E-Mail: britta.nies@caritas-giessen.de wenden.