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Stand: 26.09.2017

Pressemitteilung

Familienzentrum St. Elisabeth: Statt Feier nur Notbetreuung

2 Kinder in einem SchaukelkorbNur wenige Kinder können zurzeit wegen der Coronabeschränkungen das Familienzentrum St. Elisabeth besuchen. Quelle: Caritasverband Gießen

Am 1. Januar 1970 wurde die Einrichtung offiziell eröffnet. Träger war damals die Pfarrgemeinde St. Albertus. Da auf dem Gelände der Gemeinde kein freier Raum für den Bau vorhanden war, sprang die Stadt Gießen ein und stellte im Grüngürtel an der Ringallee ein ausgedehntes Grundstück bereit. Fast 20 Nationalitäten und mehrere Religionen und Konfessionen prägen bis heute die Arbeit. Darum heißt das Motto des Familienzentrums: "In Vielfalt miteinander leben und voneinander lernen". "Wir sind eine Gemeinschaft aus verschiedenen Kulturen, unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und vielfältigen Familienstrukturen", betont Henrike Gote-Ludwig, die seit Juli 2018 die Einrichtung leitet.

In dieser Vielfalt Gemeinschaft erleben und Toleranz in der Verschiedenheit üben - das ist damit eines der zentralen Ziele des Familienzentrums. Voneinander lernen und andere kulturelle Hintergründe kennen- und schätzen lernen ist immer mit im Spiel und ein besonderer Gewinn für Kinder und Eltern. Die Arbeit ist dabei getragen vom christlichen Selbstverständnis, aber mit selbstverständlichem Respekt vor anderen Bekenntnissen. Das Gebot der Nächstenliebe gilt als Grundregel für den Alltag. "Das hilft auch über allerlei Stress hinweg", sagt Britta Hansmann, die stellvertretende Leitung des Familienzentrums.

Bis 2008 gab es eine Hortgruppe, die aber infolge der Nachmittagsbetreuung in den Schulen aufgelöst wurde. Stattdessen wurde eine Krabbelgruppe für zehn Kinder im Alter von ein bis drei Jahren eröffnet. Im Rahmen des Prozesses zur Umwandlung von einer Kindertagesstätte zu einem Familienzentrum gab es 2011 Um- und Anbaumaßnahmen. Im Sommer 2012 wurde der Anbau eröffnet mit Räumen, die von Familien und Personen aus dem Stadtviertel genutzt werden sowie zwei Gruppenräumen für die Kleinsten. Als Familienzentrum arbeitet die Einrichtung eng mit verschiedenen Kooperationspartnern in der Gießener Nordstadt, aber auch mit den Eltern zusammen, für die die Mitarbeitenden immer ein offenes Ohr haben. "Das Ziel aller Bemühungen ist, die Eltern in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen", sagt Henrike Gote-Ludwig.

Im April 2019 wechselte die Trägerschaft von der Pfarrei St. Albertus zum Caritasverband Gießen. Heute werden in drei Kindergarten-Gruppen 70 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und in zwei Krabbelgruppen 20 Kleinkinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut - normalerweise. "Zurzeit steht unser Fokus auf den Kindern, für die die Notbetreuung im Rahmen der Corona-Verordnung vorgesehen ist. Ihnen wollen wir in dieser besonderen Zeit eine möglichst normalen Kita-Alltag in den gewohnten Tagesstrukturen bieten", sagt Gote-Ludwig. "Die Erzieher und Erzieherinnen zeigen ein großes Engagement und setzen sich selbstlos und vorbildlich für die Familien ein. Gemeinsam geben wir den Kindern und Familien Unterstützung, Halt und Zuversicht und helfen ihnen, diese Ausnahmesituation zu meistern."