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Stand: 26.09.2017

Pressemitteilung

Ausstellung

Fotoausstellung „Selbstvergewisserung“ ermöglicht Perspektivwechsel

AusstellungGemeinsam mit dem Caritasverband Gießen e.V. und dem Verein für interkulturelle Bildung und Begegnung e.V. Gießen stellte Fotografin Anja Schaal am Dienstagabend ihr Fotoprojekt mit sechs unbegleiteten minderjährigen Ausländern im Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung (ZiBB) in der Hannah-Arendt-Straße vor. Die sechs Jugendlichen aus zwei Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Stephanus des Caritasverbandes Gießen e.V. bekamen vor einigen Wochen eine kurze technische Einführung in die Fotografie und durften dann unter dem Motto "Was ist mir wichtig?" ihre Umgebung fotografieren.
Die Ergebnisse und die Zusammenarbeit mit den jungen Ausländern begeisterten Schaal so sehr, dass Sie sich entschied gemeinsam mit dem Caritasverband und dem ZiBB eine Fotoausstellung zu veranstalten: "Im Rahmen meines Projekts war ursprünglich keine Ausstellung geplant, aber die Arbeiten der Jugendlichen waren so ausdrucksstark, dass schade gefunden hätte, sie nicht noch mehr Betrachtern zur Verfügung zu stellen. Wir wollten die Gelegenheit nutzen, den Gießenerinnen und Gießenern auf diese Weise einen Eindruck von der Lebenswelt der jungen Ausländer zu ermöglichen."
Um 17:00 Uhr wurden die Gäste durch Gastgeberin und ZiBB-Geschäftsführerin Dr. Sofia Ott begrüßt, die das Wort anschließend an Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich und Caritasdirektor Joachim Tschakert weitergab. "Das ist ein großartiges Projekt, das uns ermöglich, unsere Stadt aus einer anderen Perspektive zu betrachten", sagte Bürgermeisterin Weigel-Greilich erfreut. Auch Caritasdirektor Tschakert äußerte sich positiv: "Als ich die tollen Bilder unserer Jugendlichen zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, dass wir daraus eine Ausstellung machen müssen."
Nach ein paar Worten zum Projekt kündigte Initiatorin Anja Schaal an, nun zu den wichtigsten Personen des Abends zu kommen und übergab an die jungen Fotografen Abdalrahman, Artak, Nahom, Mohamad, Samuel und Habtom, die sich nacheinander vorstellten, sich für Fragen anboten und letztlich die Ausstellung eröffneten. Zur Musik von Georg Wolf und Nils Hartwig, die am Kontrabass und Saxophon für eine entspannte Atmosphäre sorgten, betrachteten die interessierten Besucherinnen und Besucher die Werke der Jugendlichen.
Anja Schaal ist überzeugt, dass jeder Mensch auf seine Weise helfen kann: "Jeder sollte etwas von dem geben, was er kann. Ich kann halt fotografieren", so Schaal. "Die Jugendlichen waren mit viel Spaß und Engagement dabei. Dank der Ausstellung konnten nun auch die Gießenerinnen und Gießener von der Arbeit profitieren." (lbo)