Die Sozialarbeit an Schulen und die Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" der Theo-Koch-Schule hatten den Offenbacher Verein Creative Change mit seinem theaterpädagogischen Programm "impAct" zu einer Projektwoche mit der Jahrgangsstufe 9 der Gesamtschule eingeladen.
"impAct" setzt direkt am Alltag der jungen Menschen an: In kurzen Theaterszenen werden die Themen Cybermobbing, Hate-Speech, Fake-News und Meinungsbildung behandelt. Im Laufe des Projekts steigen die Jugendlichen selbst schauspielerisch in die Szenen ein, entwickeln sie weiter oder lösen das Dilemma auf. Ziel ist, darüber zu lernen, die Inhalte digitaler Medien kritisch zu hinterfragen, Diskriminierung zu erkennen und demokratisch zu handeln.
"Die Jugendlichen konnten in den Theaterszenen zum Beispiel Strategien der Gegenrede üben und gemeinsame demokratische Werte für das Miteinander entwickeln", erklärt Sozialarbeiter Marc Lang. Auch für die Weiterentwicklung der Klassengemeinschaft sei die Woche mit einer Doppelstunde Theaterprojekt pro Tag sehr gut gewesen. Das Programm "impAct" wird vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sicherheit (HKE) gefördert.
Parallel dazu boten die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter das vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) geförderte Cannabispräventionsprojekt "Grüner Koffer" an. Dabei können sich die Schüler in einem sicheren Raum mit dem Thema Cannabis auseinandersetzen und Risikofaktoren kennenlernen. Dies sei wichtig, da die Legalisierung von Cannabis Prävention nicht überflüssig mache, sondern gerade zum Schutz von Jugendlichen wichtiger denn je sei, betonen die Sozialarbeiter.
Der Caritasverband Gießen e.V. ist Träger der Sozialarbeit an Schulen an 16 Schulen im Landkreis Gießen. Das Angebot der Sozialarbeit an Schulen, als niederschwelliges Jugendhilfeangebot, refinanziert über den Landkreis Gießen, hilft den Lernort und Lebensraum Schule zu gestalten. Sie verfolgt das übergeordnete Ziel, Bildungs- und Entwicklungschancen von Schülerinnen und Schülern zu verbessern.