Renate Troeßer kegelt mit Jannis Schuchmann auf der neuen Kegel- und Kugelbahn. Quelle: Caritasverband Gießen
Renate Troeßer ist auf den Rollstuhl angewiesen. Wenn sie bisher die großen Kunststoffkugeln, die in St. Anna schon bisher beim Kegeln verwendet wurden, nutzte, brauchte sie Unterstützung durch eine Mitarbeiterin. Die neue Holzkegelbahn gibt ihr nun die Chance, selbstständig ohne Hilfe zu kegeln. Dank einer variabel einsetzbaren Holzschräge kann das Bahnende über ihrem Schoß platziert werden. Die Holzkugeln sind klein und handlich. "Das ist gut, das macht Spaß!", freut sie sich. Auch bei anderen Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung sei die Bahn gut angekommen, sagt Franziska Feick, die Leiterin des Sozialen Dienstes. "Die Kegelbahn fördert Bewegung, Konzentration und Koordination und stärkt das gemeinsame Erleben und Miteinander. Sie schafft Abwechslung, Freude und lebendige Gemeinschaft."
"Die Bahn braucht wenig Platz. Sie ist so konstruiert, dass sie im Aufzug gut transportiert und in den verschiedenen Wohnbereichen eingesetzt werden kann", sagt Student Jannis Schuchmann, der im Sozialen Dienst von St. Anna tätig ist. Sie ist auch als Kugelbahn einsetzbar, bei der die Holzkugeln in ein Brett mit verschiedenen Löchern gerollt werden, ergänzt Petra Dille, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst.
Die Einrichtung hatte die Förderung beim Wettbewerb "Es weihnachtet sehr" der Volksbank Mittelhessen gewonnen, die Projekte unterstützt, die "Menschen zusammenbringen und soziale Wärme schenken", wie es in der Ausschreibung hieß.