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Stand: 26.09.2017

Pressemitteilung

Nachbarschaftliche Netzwerke in der Altenhilfe tragen

SoNAh Abschluss GießenÜber die Ergebnisse des Projekts „Sozialraumorientierten Netzwerke in der Altenhilfe“ in Gießen freuten sich (v. l.) die beiden Quartiersmanagerinnen Gisela Lich und Gundula Breyer-Keil, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, Caritasdirektorin Eva Hofmann und Christoph Schäfer vom Caritasverband für die Diözese Mainz. Quelle: Caritasverband Gießen

 "Es wurden viele tolle Angebote für die Südstadt auf die Beine gestellt, die gerade ältere Menschen aus ihrer Einsamkeit holen und nachbarschaftliche Hilfe und bürgerschaftliches Engagement stärken", betonte Caritasdirektorin Eva Hofmann.

Sie dankte den beiden Quartiermanagerinnen Gundula Breyer-Keil und Gisela Lich für ihre "Beharrlichkeit und ihr Engagement". Bei dem 2012 gestarteten Projekt der Caritas im Bistum Mainz ging es darum, älteren Menschen einen längeren Verbleib in ihrem vertrauten Umfeld und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Caritasverband Gießen war auch mit einem weiteren Projekt in Friedberg beteiligt.

Vielfältige Angebote im Südstadttreff und Café Anna

In Gießen entstanden der Südstadttreff und das Café Anna mit vielfältigen Angeboten. Breyer-Keil und Lich stellten mit vielen ehrenamtlich Aktiven und mit Kooperationspartnern - unter anderem in der wieder aktivierten Südstadtkonferenz - ein umfangreiches Programm auf die Beine. Sowohl Bewohner von St. Anna und Maria Frieden als auch Menschen aus dem umliegenden Wohngebiet konnten und können Südstadtspaziergang, Strick-, Spiel-, Reise-, Literatur- und Smartphone-Cafés, Walkingrunden, Oster- und Adventsmärkte, Konzerte im Park, Familienbrunch, Tanztees und Caféhausmusik und vieles mehr besuchen. Meist, so betonte Breyer-Keil, kamen die Ideen von den Menschen selbst und wurden und werden auch oft von diesen mit umgesetzt.

Es geht weiter - aber wie?

Dennoch, so betonte auch Christoph Schäfer vom Referat Altenhilfe und Betriebswirtschaft beim Caritasverband für die Diözese Mainz, sind solche Angebote ohne hauptamtliche Koordinatoren auf die Dauer nicht durchführbar. "Man braucht einen professionellen Rahmen." Wenn das bistumsweite Projekt in diesem Jahr endet, sollen die neu entstandenen Netze weitertragen. Auch in Gießen soll es weitergehen - aber wie ist noch offen, denn die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Ein Antrag auf einen Zuschuss beim Deutschen Hilfswerk sei gestellt, vor Mai sei aber nicht mit einer Entscheidung zu rechnen, berichtete Eva Hofmann.

Gundula Breyer-Keil erzählte von Überlegungen, das Café Anna zu einem Stadtteilcafé auszubauen, da in der Südstadt ein Treffpunkt fehle. Es gebe auch keinen Seniorentreff der Stadt wie in anderen Stadtteilen. Sie schlug Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz vor, hier mit der Stadt nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.